Michael Andreas Reiter ist ein passionierter Begleiter, Therapeut und Lehrer.
Nach einem schweren Autounfall Ende der 90er Jahre war er nach seiner Karriere als Profimusiker und Unternehmensberater gezwungen, neue Wege zu finden die autonome Regulation seines Körpers zu stärken, damit sich dieser vollständig regenerieren konnte. Er erkannte während seiner Rehabilitation, dass das Neurovegetativum die zentrale und exekutive Steuereinheit für jegliche Regulation und Regeneration ist.
Die von ihm entwickelten Methoden der vegetativen Therapie und Haltungstherapie teilt er voll Freude in seinen Coachings, Seminaren und SANASA®-Lehrgängen. Er ist Autor von zwei Fachbüchern in seinem Themenfeld, die in mehreren Ausgaben und Sprachen verlegt wurden.
Derzeit widmet er sich vor allem der Weiterbildung von Ärzten und Therapeuten und seinen Forschungstätigkeiten in autonomer Regulation.
00:00 – Der wesentliche Faktor zur Stärkung der Selbstregulation des Körpers
00:35 – Wer ist Michael Andreas Reiter?
02:31 – Die Entdeckung der kontaktfreien SANASA®-Methode
02:51 – Die zentrale Rolle des Parasympathikus‘ im Selbstheilungsprozess des Körpers
03:23 – Wodurch wird der Parasympathikus in seiner zentralen Regulationsfunktion geschwächt?
03:56 – Ist die SANASA®-Methode eine Entspannungsübung?
04:47 – Wie lange dauert es um die SANASA®-Methode selbstständig anwenden zu können?
05:39 – Die drei Aufgaben des Parasympathikus‘ zum Erhalt des Gleichgewichts der Körperfunktionen
06:43 – Der Unterschied zwischen der SANASA®-Methode und gängigen Entspannungsverfahren
09:28 – Für welche Patientengruppen ist die SANASA®-Methode besonders nützlich?
09:48 – Für welche Ärzte und Therapeuten bietet die SANASA®-Methode einen attraktiven Mehrwert?
10:50 – Welche Auswirkungen hat die SANASA®-Methode auf die Körperhaltung?
11:50 – Wie es zufällig zur Entdeckung der SANASA®-Methode kam
13:41 – Die strahlungsfreie Haltungsmessung mit dem „DIERS formetric 4D“
14:06 – Beispiel Therapieerfolg:
Reduzierung einer rechtsseitigen Skoliosekrümmung um „minus“ 20 mm
15:01 – Kann eine Messung der Herzratenvariabilität (HRV) den Therapieerfolg objektivieren?
17:14 – Welchen Nutzen hat es für Ärzte, Therapeuten und Patienten die SANASA®-Methode zu erlernen?
17:59 – Sind Messungen notwendig um die SANASA®-Methode anzuwenden?
18:22 – Die Motivation die SANASA®-Methode an Ärzte und Therapeuten weiterzugeben
[00:00:00] Dr. Hierl:
Hallo, ich bin Dr. Alexander Hierl, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin hier am Burnout-Diagnostik-Institut in München. Ich sehe jedes Jahr Tausende von Patienten. Wir machen die beste Diagnostik, wir geben die weltbesten Nahrungsergänzungsmittel und trotzdem, wenn man eine Sache nicht beachtet, dann hat man nicht den vollen therapeutischen Erfolg. Ich habe heute jemanden eingeladen, der weiß darüber ganz genau Bescheid. Freut euch auf ein spannendes Interview mit Michael Reiter.
Hallo Michael, schön Dich wiederzusehen.
[00:00:33] Michael Andreas Reiter:
Hallo Alexander, gleiches für mich.
[00:00:35] Dr. Hierl:
Wir haben uns ja vor vielen Jahren das erste Mal kennengelernt, als Du mit Patienten zu mir in die Praxis gekommen bist. Wir sollten da ausführliche Diagnostik machen, Laborcheck, die ganzen Nährstoffe, Mitochondrien, Giftstoffcheck. Aber Du hast noch eine Methode, da bist Du praktisch der Fachmann dafür. Und über diese Methode reden wir heute. Vielleicht erzählst Du mal kurz Deinen Werdegang, was Du so machst und wie Du überhaupt dazu gekommen bist.
[00:01:04] Michael Andreas Reiter:
Ich bin Naturwissenschaftler, habe Physik studiert, aber auch Musik und Kulturmanagement, und bin durch einen schweren Autounfall auf die Notwendigkeit und die Frage gekommen, was gibt es denn in meinem Körper, was meinen Körper wirklich vollständig reguliert, „ist gleich“ regeneriert, weil ich nach diesem Autounfall einige Probleme hatte.
[00:01:28] Dr. Hierl:
Welche Probleme waren das denn? Das kann ich mir ja vorstellen.
[00:01:31] Michael Andreas Reiter:
Ich bin mit ungefähr 90 Stundenkilometern in einer Drehbeschleunigung durch die geschlossene Seitenscheibe meiner Fahrertür katapultiert. Das Auto hat sich um drei Bäume gewickelt, und da kannst Du Dir vorstellen, dass da so einiges passiert ist.
[00:01:45] Dr. Hierl:
Oh Gott, dann hast Du sicher sehr schwere Verletzungen davongetragen und eine lange Regeneration gebraucht, bis Du wieder fit warst. Wie lief denn das dann ab? Erzähl mal.
[00:01:55] Michael Andreas Reiter:
Ja, ich habe die gängige Reha gemacht, und bin gut befreundet geworden mit Ärzten, Therapeuten, zweieinhalb Jahre lang, aber das Ergebnis der Reha war, dass ich stärker gestolpert bin, umgeknickt bin mit meinem rechten Fuß als unmittelbar nach meinem Unfall, und all meine Freunde meinten das bliebe so. Und ich war damals 33 und habe gesagt, ich weiß nicht was ich finden werde, aber ich werde etwas finden was diesen Effekt vollständig regeneriert.
[00:02:25] Dr. Hierl:
Also Du konntest nicht mehr richtig gehen, und dann hast Du an Dir gearbeitet, und was hast Du da gefunden?
[00:02:31] Michael Andreas Reiter:
Ich habe eine Methode gefunden, und es war eigentlich eine Zufallsentdeckung, die anscheinend den Parasympathikus, der exekutiv dafür verantwortlich ist alles, was es im Körper gibt und funktionieren soll, in die vollständige Funktion zu führen und zu 100% im Gleichgewicht zu halten.
[00:02:51] Dr. Hierl:
Ja der Parasympathikus, als Teil des vegetativen Nervensystems, als Gegenspieler zum Sympathikus, und ich kann mir gut vorstellen, dass nach so einem schweren Unfall der Sympathikus ja völlig überreguliert und der Parasympathikus stark in den Hintergrund tritt, und genau wie Du sagst ist es ja auch, man braucht den Parasympathikus um wieder heilen zu können. Und das beobachte ich bei vielen von meinen Patienten, dass der Parasympathikus zu wenig aktiv ist, die kommen gar nicht mehr in die Selbstheilung.
[00:03:23] Michael Andreas Reiter:
Genau so ist es. Also man braucht nicht unbedingt einen Unfall zu haben oder unter einer posttraumatischen Belastungsstörung zu leiden, es gibt viele andere Gründe dafür, dass der Sympathikus im Zusammenspiel mit dem Parasympathikus chronisch über einen viel zu langen Zeitraum zu stark aktiviert ist. Und nachdem der Parasympathikus zuallererst die Aufgabe hat die Erregung des Sympathikus‘ wieder auf Normalniveau abzubremsen erschöpft sich der Parasympathikus mit weitreichenden Folgen.
[00:03:56] Dr. Hierl:
Und Du hast eine Methode gefunden wie Du den Parasympathikus wieder stärken kannst?
[00:04:02] Michael Andreas Reiter:
Exakt, aber nicht ich beim Patienten, sondern ich zeige und leite den Patienten an wie er selbst im Alltag sein parasympathisches System stärken kann.
[00:04:14] Dr. Hierl:
Okay, also konkret kann ich mir das so vorstellen, es gibt eine Therapiesitzung, und in dieser Sitzung lernt der Patient wie er dann selbst mit Übungen zu Hause zum Beispiel oder im Alltag an seinem Parasympathikus arbeiten kann.
[00:04:31] Michael Andreas Reiter:
Exakt, also es ist natürlich hilfreich erst einmal die „Trockenübung“ zu machen, mit mir, und das Ganze dann selbst in den Alltag zu übertragen, auch in Situationen der Ruhe, und dann später in Stresssituationen.
[00:04:47] Dr. Hierl:
Wie viele Therapiesitzungen braucht man denn da bis man dann als Patient selber an sich arbeiten kann?
[00:04:52] Michael Andreas Reiter:
Bei einem normal gestressten Menschen zwei bis drei Sitzungen in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen, maximal drei Monaten. Ich vergleiche es immer mit Fahren lernen, Autofahren lernen, da brauchen wir die gleiche Zeit, bis dieses ungewöhnliche Verfahren in Fleisch und Blut übergeht und selbstverständlich wird.
[00:05:13] Dr. Hierl:
Ja, das ist interessant, weil Epigenetik ist ja denke ich vielen jetzt schon ein Begriff, und bei dieser epigenetischen Verinnerlichung, nenne ich es jetzt mal, braucht es einfach diese Zeit. Man trainiert, und der Körper verinnerlicht es dann aber in diesen zwei, drei Monaten so, dass es tatsächlich auch im genetischen Code wiederzufinden ist. Und dadurch wird dann die Heilung ermöglicht im Körper.
[00:05:39] Michael Andreas Reiter:
Exakt. Der Parasympathikus kann dadurch eben seinen drei Aufgaben nachkommen, ich sage es nochmal: Die zu hohe Erregung runter reduzieren des sympathischen Nervensystems, und nicht nur das, optimal das gesamte Gleichgewicht von allen Organfunktionen, Herz-Kreislauf-Funktionen, Stoffwechsel-Funktionen auf die sogenannte Homöostase, also das optimale Gleichgewicht, im jeweiligen Organismus regulieren und erhalten.
[00:06:09] Dr. Hierl:
Ich habe ja viele Patienten, ich bin Kardiologe, die kommen mit Rhythmusstörungen, oder die sagen auch innere Unruhe, ständig erhöhtes Aktivitätsniveau, die können nicht runterkommen und der Kardiologe gibt natürlich als erstes Betablocker. Ich mache das ein bisschen anders, ich gebe auch mal Strophantin, oder ich gebe auch die Naturstoffe, die da entspannend wirken. Wir haben bei MITOcare ja wunderbare Präparate, aber was ist mit deiner Methode? Wäre das denn geeignet, so ähnlich wie Entspannungsverfahren in der Psychologie?
[00:06:43] Michael Andreas Reiter:
Absolut. Der ganz große Unterschied ist, ohne das jetzt zu verraten, weil damit würde ich den Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit nehmen, dass diese Übung ihren maximalen Effekt haben kann. Also es ist nur eine einzige Übung, die dauert angeleitet 20 Minuten. Ich berühre dabei niemanden und der Betroffene muss selbst auch keine Bewegungen ausführen. Das ist schon mal extrem entspannend. Und dann geht das Ganze sehr sehr einfach. Ich lese einen Text vor in welcher Reihenfolge der Betroffene seine Aufmerksamkeit auf zehn Punkte seines eigenen Körpers richtet. Und dabei geschieht so etwas wie ein Bypass des mentalen Systems, und es wird unmittelbar zu einer positiven limbischen Erfahrung wo der Verstand und die gewohnten Sicherheitsmechanismen keinerlei Zugriff haben. Und das landet anscheinend direkt über den Hypothalamus im parasympathischen System, der als ausführende Instanz im Organismus zuständig ist die autonome Regulation, also die wir nicht direkt willentlich beeinflussen können, zu steuern, zu koordinieren und aufrecht zu erhalten.
[00:07:58] Dr. Hierl:
Okay, das hört sich sehr komplex an. Diese Methode, die durftest du ursprünglich an dir selber erfahren, durch deinen persönlichen Leidensweg. Aber mittlerweile hast du schon vielen Patienten mit dieser Methode geholfen. Und erzähl mal, was konntest du da erreichen? Für wen ist das geeignet? Für welche Patienten, und mit welchen Erfolgen dürfen die Patienten rechnen?
[00:08:22] Michael Andreas Reiter:
Also man kann natürlich nie Heilversprechen geben, aber man kann durchaus sagen was die Wissenschaft zeigt. Was wir sagen können ist: Je vollständiger der Parasympathikus alles was er regulieren muss, im Gleichgewicht halten muss, arbeiten kann, desto schneller und vollständiger kann sich ein Organismus regulieren. Natürlich hängt zum Beispiel eine Rhythmusstörung, oder hängt eine Erkrankung, die durch eine zu hohe Spannung im Sympathikus kommt, von weiteren Faktoren ab. Zum Beispiel einem Mikronährstoffmangel, deswegen die Mitocare-Produkte, oder von Vergiftungen, oder von chronischen Stresssituationen, oder zum Beispiel von irgendwelchen Infektionen, die schleichend dem Körper Kraft und Energie rauben und damit auch die Funktion des Parasympathikus reduzieren können. Aber grundsätzlich kann man im Sinne des kleinsten gemeinsamen Nenners sagen: Ist der Parasympathikus erschöpft, oder sogar in der Dysfunktion, ist vollständige Heilung unmöglich.
[00:09:28] Dr. Hierl:
So gesehen würden also alle Patienten mit chronischen Krankheiten auf jeden Fall davon profitieren, Schmerzpatienten zum Beispiel, Fibromyalgie, auch Patienten mit psychischen Erkrankungen, um einfach auch die Psyche herunterzufahren. Für welche Therapeuten ist denn diese Methodik hilfreich, zum Einsatz in der eigenen Praxis zum Beispiel?
[00:09:48] Michael Andreas Reiter:
Für alle Therapeuten und Ärzte, die sich mit Erkrankungen beschäftigen, die von einer zu hohen Spannung zu einer zu einer langen Übererregung und Aktivierung im sympathischen Nervensystem herrühren. Also alle Erkrankungen wie bei dir, der inneren Medizin, der Kardiologie, der Gastroenterologie, zum Beispiel Reizdarm, Morbus Crohn, Beispiel Verdauungsstörungen, der Pulmonologie, der Somnologie, der Schlafqualität, und natürlich auch der muskuloskelettalen Erkrankungen. Also alle, die sich mit physikalischer Medizin, rehabilitativer Medizin beschäftigen, alle, die sich mit Sportmedizin beschäftigen, alle, die sich mit Orthopädie und allem was damit in Verbindung steht, zum Beispiel chronischer unterer Rückenschmerz, beschäftigen.
[00:10:35] Dr. Hierl:
Ich kann mir gut vorstellen, dass es für Zahnärzte geeignet ist. Denkt man ja an die Craniomandibuläre Dysfunktion zum Beispiel, Knirschen und so weiter, alles, was in diesem Bereich anfällt, oder Atlas-Therapeuten, Osteopathen, Chiropraktiker?
[00:10:50] Michael Andreas Reiter:
Absolut. Also um beim Beispiel Zahnärzte zu bleiben oder Kieferorthopäden: Wenn man sich das menschliche Skelett vorstellt wie der Kopf auf der Halswirbelsäule sitzt, und wir haben durch viele hunderte von Messungen herausgefunden, dass die Harmonisierung des Neurovegetativums durch die Stärkung des Parasympathikus‘ auch eine autonome, also eine unwillkürliche Korrektur, der Haltung der Wirbelsäule und des Beckens, und damit natürlich auch der Kopfhaltung und aller damit verbundenen muskuloskelettalen Strukturen nach sich zieht. Es ist ein wunderbares Anwendungsfeld wo die Forschung noch ganz jung ist, die wir uns aber auch näher anschauen wollen in unseren Forschungsprojekten, die wir demnächst beginnen werden.
[00:11:37] Dr. Hierl:
Also zum Beispiel bei Skoliose, chronischer Fehlhaltung, auch bei chronischen Verspannungen, würde man durch diese Methode erreichen, dass der Körper sich selber wieder an seiner optimalen geraden Position aufrichtet?
[00:11:50] Michael Andreas Reiter:
Ich darf da vielleicht kurz einwerfen, wie ich auf diese Methode überhaupt gekommen bin.
[00:11:54] Dr. Hierl:
Ja, bitte.
[00:11:55] Michael Andreas Reiter:
Es war ein guter Freund von mir, der Physiotherapeut der griechischen Fußballnationalmannschaft war, zu Gast in München bei einem meiner Sportärzte, der ein Ganzkörpervermessungssystem hat, ein strahlungsfreies, und ein HRV-System. Und dieser Freund von mir, Arzt, sagte zu mir, es tut mir sehr leid, ich habe zwei Notfälle heute Nachmittag. Ich kann dir nur 20 Minuten Zeit geben mit deinem Freund anstatt einer Stunde. Ich wollte ihm eigentlich andere Haltungsübungen zeigen, mikrokinetische Bewegungen. Und ich dachte: Oh Gott, fünf Minuten Haltungsmessung vor der Übung, nach der Übung, fünf Minuten HRV-Messung vor der Übung, nach der Übung, macht schon 20 Minuten. Und in meiner Not war der einzige Gedanke, der mir kam, ich mache mit ihm eine geführte Aufmerksamkeitslenkung, eben genau wie diese Übung abläuft, in der Hoffnung, dass sich da irgendwas zeigen würde an Änderung zwischen vorher und nachher. Und wir drei waren sehr erstaunt, fast geschockt, als wir am Bildschirm im DIERS-System gesehen haben, dass er bei seiner rechts gebogenen Skoliose-Kurve eine Reduzierung um 20 Millimeter hatte, ohne ihn anzufassen, ohne seine Wirbelsäule zu manipulieren. Und das war eigentlich der Startschuss für die Entscheidung zu sagen, das schauen wir uns genauer an, wir messen von jetzt an mit Kranken, mit Gesunden, mit Alten, mit Jungen, durch alle Generationen in vier verschiedenen Kulturkreisen, und haben gesehen, dass es drei verschiedene Antworten gibt wie der Körper, von der Körperhaltung her, auf die Stärkung und Harmonisierung des Neurovegetativums reagiert.
[00:13:35] Dr. Hierl:
Also das konntest du objektiv nachvollziehen durch eine Messung. Was ist das genau für eine Körpermessung?
[00:13:41] Michael Andreas Reiter:
Es ist eine sogenannte kontaktfreie Haltungsmessung der Position der Wirbelsäule und des Beckens von einer deutschen Firma DIERS in Schlangenbad bei Wiesbaden, die ich sehr, sehr schätze. Die Messung dauert 5 Sekunden und gibt nach 5 Sekunden 86 Parameter aus, die die Haltung der Wirbelsäule und des Beckens exakt beschreiben.
[00:14:02] Dr. Hierl:
Also auf Millimeter genau, oder wie?
[00:14:04] Michael Andreas Reiter:
Auf Grad genau und Millimeter genau.
[00:14:06] Dr. Hierl:
Und da konntest du mit einer Behandlung schon 20 Millimeter Verbesserung erreichen?
[00:14:10] Michael Andreas Reiter:
Exakt.
[00:14:11] Dr. Hierl:
Ist das viel oder wenig?
[00:14:12] Michael Andreas Reiter:
Das ist extrem viel, denn Physiotherapeuten wissen, zwei Millimeter ist wünschenswert, und Skoliosen behandelt man eigentlich anders. Und an der Stelle ist es mir sehr wichtig zu sagen, dass es wirklich ein großes Geschenk ist, dass diese Methode keinerlei Konkurrenz zu bestehenden Methoden und Behandlungen ist. Ganz im Gegenteil, die Wirkung von allem Wunderbaren, was es bereits gibt, wird dadurch verstärkt, durch die Harmonisierung des Neurovegetativums, die zur Folge hat, dass alles, was zugeführt wird, manuell oder stofflich durch Substanzen, Infusionen, Spritzen, Therapeutika, vom Stoffwechsel, denn der Parasympathikus regelt auch den Stoffwechsel, vollständiger umgesetzt und umgewandelt und dem Körper zur Verfügung gestellt werden kann.
[00:15:01] Dr. Hierl:
Du hattest noch die HRV-Messung angesprochen. Was kann man damit messen, und dient das auch dazu, um jetzt den Therapieerfolg zu objektivieren?
[00:15:13] Michael Andreas Reiter:
Exakt, die HRV-Messung, die sogenannte Herzraten-Variabilitätsmessung, zeigt uns die Funktion des parasympathischen Systems durch drei Größen, eigentlich vier Parameter, vereinfacht. Ich benutze da immer das System der deutschen Firma BioSign, wie Biologie und Sign wie das Zeichen, die ein für mich sehr leicht verständliches Modell entworfen haben, das die Patienten auch sehr gut verstehen können, indem sie den Parasympathikus zuallererst in seiner Funktion mit der Bremse eines Autos vergleichen. Die Bremse eines Autos braucht Kraft, um das Fahrzeug zum Stehen oder zum Verlangsamen zu bringen. Und die Bremse braucht ein hohes Maß an Flexibilität und an Dynamik, um bremswirksam zu sein, um sich auf die Änderung von Rahmenbedingungen einstellen zu können. Und so misst dieses HRV-System in fünf Minuten im Zustand der Ruhe innerhalb von fünf Minuten genau den Tonus, also die Kraft der Bremse des parasympathischen Systems, wie flexibel die Bremse arbeiten kann, und wie dynamisch die Bremse arbeiten kann. Und das ist sehr anschaulich und sehr leicht, und wir schließen dann noch eine einminütige Messung an wo der Patient sitzt und ganz einfach ein-ausatmet, so wie es der Computer vorgibt. Das ist die sogenannte RSA-Messung, die respiratorische Sinusarrythmie-Messung. Das ist ein physiologischer Test, wo wir dann in Ergänzung zum Ruhezustand sehen, welche Reserve hat denn das System Parasympathikus abbremsen, und dies flexibel und dynamisch, tun zu können.
[00:16:56] Dr. Hierl:
Das ist ja fantastisch. Also wir Kardiologen arbeiten ja schon lange mit dieser HRV-Methode, aber das finde ich super, dass du das einsetzt, um jetzt die Wirkung auf den Parasympathikus zu messen, zu objektivieren, und dass du dann tatsächlich auch die entsprechenden Messwerte bekommst nach deiner Behandlung.
[00:17:14] Michael Andreas Reiter:
Jetzt stell dir vor, du kommst zu mir, hast das ja schon erlebt und siehst, Michael hat mich nicht angefasst, mein eigener Körper, dieses System, der Parasympathikus meines fantastischen Körpers, hat als Impuls auf diese Übung, die ich, Alexander, vollzogen habe, im Gegensatz zu vorher diese Verbesserung, sichtbar durch sieben verschiedene Parameter, erzeugt. Also habe ich die Wahl meinen Körper zu unterstützen, so wie ich mich entscheiden kann, gutes Wasser zu trinken, mich zu bewegen, mich gut zu ernähren, und meinem Körper auch die Gelegenheit zu geben sich erneut in seiner eigenen Zeit in sein neurovegetatives Gleichgewicht zurückzubegeben.
[00:17:59] Dr. Hierl:
Ja, das ist eine wunderbare Bio-Feedback-Methode. Aber man muss nicht unbedingt HRV-Messung machen oder die Körpervermessung. Nur wenn man es objektivieren möchte, nur wenn man den Patienten das Schwarz auf Weiß zeigen möchte. Man kann auch ohne diese Geräte behandeln, und die guten Erfolge merkt dann der Patient daran, dass sich seine Beschwerden verbessern.
[00:18:22] Michael Andreas Reiter:
Exakt, und das ist eigentlich die Motivation für mich, die aus meiner eigenen Geschichte entspringt, das mit so vielen wie möglichen Multiplikatoren, also Ärzten, Therapeuten, Heilpraktikern, Zahnärzten zu teilen: Nämlich: Nicht nur eine Steigerung der Lebensqualität im Urlaub zu erfahren, und dann gestresst zu sein oder genervt zu sein wenn es im Alltag nicht so bleibt, sondern darüber eine Möglichkeit zu haben tagtäglich sich Gutes zu tun, damit die Steigerung der Lebensqualität auch im Arbeitsalltag und vor allem in Stresssituationen steigen kann und erhalten bleiben kann.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Welche Vorteile bringt denn die SANASA®-Methode sowohl für Patienten als auch für die Therapeuten oder für die Praxis?
[00:00:07] Michael Andreas Reiter:
Du kennst es sicher als Therapeut, als Arzt. Du bist einfach zufriedener wenn das, was du dem Patienten weitergibst, und in voller Begeisterung und Engagement mit ihm machst, Früchte trägt. Und zweitens: Für deine Praxis hast du dann natürlich einen Multiplikator gewonnen, den du nicht bezahlen musst, der ganz begeistert davon berichten wird in seinem Umfeld, dass er durch deine ärztliche Kunst und deine Begleitung sehr sehr viel schneller als zu früheren Zeiten zu besserer, stärkerer, für ihn erlebbarer Lebensqualität gekommen ist.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Ist es nicht wunderbar, dass man über so eine Übung und durch Stärkung des Parasympathikus hier wieder zu einem Gleichgewicht finden kann? Das Ungleichgewicht, das können wir ja immer ganz einfach messen. In der Medizin zum Beispiel sehen wir die Rhythmusstörungen im EKG, und die sind eben oft durch Überaktivität des Sympathikus verursacht. Deswegen geben wir auch gerne Betablocker als Kardiologen. Die bremsen den Sympathikus. Aber mit so einer wunderbaren Methode, um den Parasympathikus auf natürliche Weise zu stärken, ist das nicht fantastisch?
[00:00:32] Michael Andreas Reiter:
Das ist ganz großartig und zeigt was wir auch alternativ sagen könnten, wenn wir eher „außer uns“ sind, unbewusst – macht ja keiner absichtlich – als „bei uns“, dann stresst das unseren Körper, der wie ein Säugetier nervös wird wenn wir ihm nicht ausreichend Pflege, Fürsorge und Aufmerksamkeit schenken.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Ist denn diese konkrete Messbarkeit, also die Objektivierbarkeit dieser SANASA®-Therapieerfolge, ist das anders als bei vielleicht vergleichbaren Therapiemethoden? Ist es das vielleicht auch was die SANASA®-Therapiemethode so einzigartig macht?
[00:00:19] Michael Andreas Reiter:
Absolut. Also die Unterschiede sind im Vergleich zu anderen Methoden, ohne diese negativ bewerten zu wollen, wirklich signifikant. Wir sprechen da von einer Steigerung zum Beispiel der Reaktionsfähigkeit des parasympathischen Systems von „95 % +“ im Vergleich zu vorher, die wir eingangs gemessen haben.
[00:00:39] Dr. Hierl: Gibt es denn vergleichbare Methoden?
[00:00:42] Michael Andreas Reiter:
Man könnte sagen, dass es vergleichbare Methoden gibt, also Entspannungsmethoden, die aber einen ganz großen Unterschied haben im Vergleich zur SANASA®-Methode. Wir sind in unserem Kulturkreis so aufgewachsen, dass wir unbewusst alles an Entspannung über unsere mentalen Strukturen erreichen wollen indem wir uns konzentrieren, zum Beispiel wie bei der progressiven Muskelentspannung. Dieses System, das ich durch Zufall entdeckt habe, weil ich es durch mentale Überlegungen nicht gefunden hätte, scheint direkt das limbische System anzusprechen, klammert also alles was an zusätzlicher Anspannung im Sympathikus entstehen würde, durch mentale Anstrengung und Konzentration, aus und verstärkt dadurch den Impact auf den Parasympathikus.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Welche Erfolge haben denn Therapeuten mit dieser Methode schon erzielen können?
[00:00:04] Michael Andreas Reiter:
Jeder Therapeut hat unter Berücksichtigung noch weiterer Stressoren, die den Parasympathikus schwächen können, große Erfolge, die dokumentierbar sind, zum Beispiel durch die Steigerung der Lebensqualität, durch die Verbesserung der Schlafqualität, durch die Verbesserung von Organfunktionen, die man glücklicherweise in den meisten Fachbereichen messen kann.
[00:00:28] Dr. Hierl:
Warum ist denn die Harmonisierung des vegetativen Nervensystems so entscheidend für die Heilung?
[00:00:35] Michael Andreas Reiter:
Ja, da bietet die Wissenschaft einige Quellen und auch Informationen, inwieweit die sogenannte neurovegetative Bilanz, also das Zusammenspiel zwischen dem sympathischen Nervensystem und dem parasympathischen Nervensystem eine Rolle spielt. Kurz gesagt: Beides sollte optimal zusammenspielen, um das Gleichgewicht aller Funktionen im Körper zu erhalten das wir Homöostase nennen. Kommt der Körper aus der Homöostase gibt es viele viele Kettenreaktionen, die dann von einem erschöpften oder in seiner Funktion reduzierten Parasympathikus oft nicht mehr eingefangen werden können, wenn das Neurovegetativum entgleist oder der Parasympathikus sogar in der Dysfunktion landet.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Du sprichst die sogenannten Therapieblockaden an, das kennen wir alle. Als Therapeuten mühen wir uns ab, Wochen und Monate. Und der Patient berichtet über nicht so wirklichen Erfolg. Die Therapieblockaden kennen wir, und ein wesentlicher Faktor ist natürlich das vegetative Nervensystem als Ursache für Therapieblockaden, wenn das im Ungleichgewicht ist. Ein anderer Faktor wären zum Beispiel Giftstoffe. Aber auch die Ausscheidung der Giftstoffe hängt von einem guten, funktionierenden vegetativen Nervensystem ab.
[00:00:34] Michael Andreas Reiter:
Exakt, so ist es. Und wenn die Reduktion dadurch bedingt ist, weil sie immer dadurch bedingt ist, dass der Parasympathikus statt 100 % Leistungsfähigkeit und Funktion eine reduzierte hat, dann sind oft auch Therapien zu viel.
[00:00:00] Dr. Hierl:
Lieber Michael, die SANASA®-Methode ist ja besonders für ganzheitliche Therapeuten geeignet. Wie können die konkret das in ihrer Praxis umsetzen?
[00:00:09] Michael Andreas Reiter:
Es ist sehr einfach anwendbar. Man muss natürlich erst einmal eine Ausbildung machen, um die SANASA®-Methode zu erlernen als Praktizierender. Und es läuft genauso ab wie es bei mir abläuft. Man macht eine Eingangs-HRV-Messung, man führt den Patienten 20 Minuten durch die Übung, und dann macht man erneut eine HRV-Messung, um zu sehen was hat sich denn im parasympathischen System dieses Patienten im Vergleich zu vorher an Stärkung getan?
[00:00:37] Dr. Hierl:
Diese HRV-Messung ist aber nicht unbedingt notwendig und muss auch nicht bei jeder Anwendung gemacht werden. Aber wenn der Patient das gerne schwarz auf weiß sehen möchte, dann kann man ihm auf diese Art und Weise eine objektive Messung zeigen.
[00:00:52] Michael Andreas Reiter:
Absolut. Manche Menschen haben mehr Vertrauen, wenn sie sehen, schwarz auf weiß, neutral dokumentiert und erfasst von einem Medizinprodukt, was sich in ihrem Körper getan hat, damit es keine Vorstellung bleibt, sondern ein konkretes Faktum.
00:28 – Was ist die Wirkung der SANASA®-Methode auf den Parasympathikus und welche Organe werden beeinflusst?
01:27 – Wie unterscheidet sich die SANASA®-Methode von anderen Körpermeditationen wie z.B. Yoga?
02:30 – Können die Resultate der SANASA®-Methode gemessen werden?
04:48 – Gibt es Erfahrungswerte oder Daten aus der Anwendung an Patient*innen?
07:04 – Funktioniert die Methode auch online?
08:14 – Ist die SANASA®-Methode geschützt?
00:05 – Wie hilft die Methode bei ADHS – auch bei Kindern?
03:26 – Gibt es Erfahrungen bei ME/CFS, Zähneknirschen oder Schmerzmittelabhängigkeit?
08:48 – Kann die Methode bei Blutdruck, Vorhofflimmern oder Extrasystolen unterstützen?
09:42 – Gibt es Effekte bei strukturellen Herzerkrankungen, zum Beispiel HFpEF?
10:48 – Gibt es auch Effekte bei Gleitwirbeln?
00:10 – Was kostet eine Sitzung mit der SANASA®-Methode?
00:51 – Was kosten die Messgeräte?
04:25 – Wird die Methode von privaten Krankenkassen übernommen?
00:07 – Für wen ist die Ausbildung geeignet – nur für medizinisches Personal oder offen für alle?
00:49 – Was erwartet die Teilnehmer*innen in der Ausbildung?
02:19 – Welche Vorteile bringt die Methode für Ärzt*innen, Therapeut*innen und Patient*innen?
07:00 – Wie viele SANASA®-Practitioner gibt es bereits – auch in der Schweiz?
07:54 – Wer mehr erfahren möchte: Tageskongress zum Parasympathikus mit attraktiven Referenten am 15. November 2025 in München in der MITOcare Akademie
Ich bedanke mich für Ihr Interesse.
Herzliche Grüße
Michael Andreas Reiter
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